Kognitive Dissonanz:
Kurz und knapp:
Die vollzogene Handlung stimmt nicht mit der Einstellung / Überzeugung überein.
Dissonanz ist ein unangenehmer Gefühlszustand
Es handelt sich hierbei um einen Konfliktzustand einer Person. Nach einer getroffenen Entscheidung und daraus resultierenden Handlung oder Informationsaufnahme, welche im Widerspruch zu deinen eigenen Überzeugungen / Einstellungen, Normen, Werte und Gefühle steht, erlebt diese Person einen inneren Konflikt, welchen sie versucht abzubauen bzw. wieder Konsistenz herzustellen).
Konsistenz ist die Widerspruchsfreiheit menschlichen Verhaltens, das heißt das Gedanken untereinander passen sollen und vor allem diese mit dem Verhalten übereinstimmen).
Um diese Konsistenz wieder herzustellen und kognitive Dissonanz zu beseitigen bedient sich der Mensch verschiedener Lösungsmöglichkeiten:
Wir wollen anhand von Rauchen oder übermäßiger Alkoholkonsum diese Möglichkeiten erklären:
Vorab, Rauchen ist bei den betroffenen Personen wohl bekannt als gesundheitlicher Übeltäter. Sie wissen, dass es ungesund ist, zudem noch Geld kostet und man unangenehm riecht. Trotzdem rauchen Betroffene weiter, obwohl ihre kognitive Überzeugung eine andere ist. Wie läuft der kognitive Prozess ab?
Einstellungsänderung
Die Betroffenen sagen sich selbst, dass sie morgen aufhören oder erst einmal Zigaretten reduzieren und in naher Zukunft aufhören.
Verleugnung
Die Betroffenen sagen sich selbst, dass Helmut Schmidt auch sehr alt geworden ist. Bzw. vergleichen es mit einer Person, die ebenfalls rauchte und bis ins hohe Alter lebte.
Rationalisierung
Die Betroffenen führen Gründe an, um das Verhalten nachträglich als sinnvoll zu erachten. Z. B. Rauchen entspannt mich und mein Blutdruck sinkt dadurch.
Verharmlosung
Die Betroffenen mildern ihre dissonanten Kognitionen ab, indem sie sich sagen, dass andere viel mehr Zigaretten rauchen als sie selbst.
Verhaltensänderung
Die Betroffenen hören tatsächlich mit Rauchen auf. Herstellung von Konsistenz.