Einstellungen:

 

Definition:

„Eine Einstellung ist eine positive oder negative Bewertung von Menschen, Objekten oder Vorstellungen“. (Philip G. Zimbardo, Richard J. Gerring; 18. Auflage)

 

Uns ist auch oft gar nicht bewusst, dass wir bestimmte Einstellungen haben, weil diese nicht offensichtlich sind.

 

Jedoch sind sie unabdingbar, weil sie unser Verhalten beeinflussen und wir uns dadurch die soziale Realität erschaffen.

 

Wie entstehen Einstellungen?

 

Zuerst entstehen sie aus Informationen kognitiver (Gedanken), affektiver (Gefühl) und behavioraler (Verhalten) Fähigkeiten des menschlichen Individuums.

 

Sie entwickeln sich aus (unmittelbaren) eigenen Erfahrungen und wenn diese oft wiederholt werden. Klassische und operante Konditionierung, sowie auch der Bekanntheitsgrad einer Sache / eines Menschen erzeugen unsere mehr oder weniger starken Einstellungen. Außerdem hat Lernen am Modell (z. B. kindliche Nachahmung), Sozialisation und auch Gruppendynamik großen Einfluss auf unsere Einstellungen. Auch durch die Wiederholung der Einstellungen werden sie dem Menschen zugänglicher und das auch, wenn man sie sich herbeilügt. Einstellungen entstehen, können verändert oder sogar verstärkt werden.

 

Wichtig:

 

Einstellungen sind gut messbar durch z. B. Fragebogen oder Interviews. Jedoch lässt sich daraus nicht ableiten, wie sich der Mensch trotz dieser Einstellungen tatsächlich verhalten wird. Wir verhalten uns konform zu unseren Einstellungen, aber auch anders herum. Wir verhalten uns anders, als es unsere Einstellung eigentlich vorgibt.

 

Bsp: Heidi Klum

 

Es gibt Menschen, die Sie als Person nicht mögen. Würden Sie Heidi Klum jedoch auf der Straße treffen oder es gäbe eine Autogrammstunde, wären hier einige „Nicht-Fans“ für Foto und Autogramm dabei, die Sie eigentlich doch ablehnten.

 

Wenn Menschen entgegen ihrer persönlichen Überzeugung / Einstellung handeln, spricht man von kognitiver Dissonanz. (Hierzu können Sie hier einige Informationen lesen)

 

Zahlreiche Studien (z. B. Rosenthal-Effekt, Johar & Sengupta 2002) über Einstellungen und Verhalten können Sie nachlesen und hierbei Staunen, was alles möglich ist und wie wir Menschen alles und jeden, auch uns selbst, beeinflussen.